ABGEORDNETENHAUSWAHL 2026: Perspektiven für ein zukunftsfähiges Berliner Handwerk.Zukunftsfähigkeit der Berliner Wirtschaft stärken

Unsere Forderung: Handwerk ist Motor für Transformation und Resilienz | Wissenschafts- und Technologietransfer gezielt ausbauen

Ausbildung, Ausbildungsplätze 2024, Beruf, Elektroniker, Gebäudetechnik, Azubi, Energieversorgung, Überwachungseinrichtung
Valentin Paster

9. Handwerk ist Motor für Transformation und Resilienz

Klimaschutz, Digitalisierung und der Weg zu einer resilienten Stadt finden nicht am Schreibtisch statt, sondern in den Betrieben vor Ort. Im Handwerk entstehen die Lösungen, die Innovationen in die Praxis bringen – von klimaneutralen Technologien über digitale Anwendungen bis hin zur modernen urbanen Infrastruktur. 

Das Handwerk ist ein zentraler Stabilitätsanker für Berlin und stärkt die Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft. Durch seine regionale Verankerung sowie kurze Wertschöpfungsketten sichert es Versorgung, Beschäftigung und wirtschaftliche Kontinuität auch in unsicheren Zeiten. Unsere Betriebe reagieren flexibel auf neue Herausforderungen, entwickeln praxisnahe Lösungen und setzen sie direkt vor Ort um. Auf diese Weise macht das Handwerk Berlin krisenfest und resilient gegenüber zukünftigen Herausforderungen.

Damit das Handwerk diese Rolle weiterhin erfüllen kann, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade kleine  und mittlere Betriebe müssen Transformation, technologische Entwicklung und neue regulatorische Anforderungen mit begrenzten Ressourcen bewältigen. Politische Unsicherheit oder kurzfristige Änderungen bei Förder- und Investitionsbedingungen erschweren jedoch langfristige Entscheidungen und Investitionen.

 

Unsere Forderung:

Das Land Berlin muss die Rolle des Handwerks als Umsetzungspartner stärker berücksichtigen und seine Transformationspolitik konsequent an den Möglichkeiten der betrieblichen Umsetzung ausrichten. Dafür braucht es verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen, praxisnahe Förderprogramme sowie die systematische Einbindung von Handwerk und Mittelstand in Innovations-, Forschungs- und Transferprogramme.



10. Wissenschafts- und Technologietransfer gezielt ausbauen

Berlin verfügt über eine der stärksten Hochschul- und Forschungslandschaften Europas – ein enormes  Innovationspotenzial auch für das Handwerk. Doch viele Forschungsergebnisse verbleiben bislang in der Wissenschaft, statt in marktfähige Anwendungen überführt und im betrieblichen Alltag erprobt zu werden. Dabei kann ein engerer Transfer zwischen Wissenschaft und Handwerk dazu beitragen, neue Technologien schneller in die Praxis zu bringen und die Innovationskraft der Berliner Wirtschaft zu stärken.

Handwerksbetriebe sind zentrale Partner bei der Anwendung und Weiterentwicklung neuer Lösungen – etwa beim Einsatz energieeffizienter Materialien im klimafreundlichen Wohnungsbau. In enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen können Innovationen schneller getestet, angepasst und in den Markt gebracht werden. Davon profitieren Betriebe, Wissenschaft und Stadt gleichermaßen: Innovationen werden praxisnah umgesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Energiewende beschleunigt.

Gerade für Themen wie Digitalisierung, nachhaltiges Bauen oder ressourcenschonende Technologien ist ein kontinuierlicher Austausch zwischen Forschung und handwerklicher Praxis entscheidend. Berlin kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es gelingt, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Betrieben systematisch zu stärken.

 

Unsere Forderung:

Der Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Handwerk muss gezielt ausgebaut werden. Dazu braucht es mehr praxisnahe Transferformate, passgenaue Förderprogramme sowie eine stärkere Öffnung staatlicher Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen für Kooperationen mit Handwerk und kleinen und mittleren Unternehmen.



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Kontakt

Dr. Martin Altemeyer-Bartscher

Abteilung Wirtschaftspolitik

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