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Umwelt & Energie

Mit der Entscheidung der Bundesregierung, die Energieversorgung Deutschlands grundlegend umzugestalten, sind einige Risiken aber auch große Chancen verbunden. Das Handwerk hat sich als ¿Offizieller Ausrüster der Energiewende" positioniert und möchte die Umsetzung aktiv begleiten und mitgestalten.

Energetische Sanierung: Klimaschutz als Wirtschaftsfaktor

Berlin hat sich beim Umweltschutz ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 will die Stadt klimaneutral sein. Dazu muss der  gesamte CO2-Ausstoß um rund 95 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 sinken. Eine wesentliche Rolle für das Erreichen der Klimaziele spielt die energetische Sanierung von Gebäuden, denn Häuser und Wohnungen sind aktuell für etwa die Hälfte der CO2-Emissionen der Stadt verantwortlich. 

Eine Studie der Nymoen-Strategieberatung im Auftrag der Initiative Wärmewende hat nun erstmals berechnet, welche Investitionen notwendig sind, um bis 2050 den Berliner Wohngebäudebestand energetisch zu sanieren.

Demnach sind in den kommenden 30 Jahren insgesamt Ausgaben von 91 Milliarden Euro nötig, also drei Milliarden Euro pro Jahr. Vermieter einer Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus müssen demnach pro Quadratmeter und Monat mit 2,89 Euro Extrakosten für die energetische Sanierung kalkulieren.

Nach demMietendeckel-Gesetz des Berliner Senats darf allerdings während der Geltungsdauer des Mietendeckels nur ein Euro pro Quadratmeter und Monat auf die Miete umgelegt werden. Angesichts der hohen Summen, die die Vermieter nun weitgehend allein schultern müssten, befürchtet die Initiative Wärmewende, dass die Klimawende im Gebäudesektor ausgebremst wird. Sie fordert vom Senat eine faire Lastenverteilung bei den Kosten und empfiehlt diese auch als konjunkturellen Impuls für die Wirtschaft.

Pressemitteilung der Handwerkskammer Berlin vom 8. Juni 2020 zur Veröffentlichung der Studie



Energiewende in Berlin: Werden die Chancen für das Handwerk genutzt?

Mit der Entscheidung der Bundesregierung, die Energieversorgung Deutschlands grundlegend umzugestalten, sind einige Risiken aber auch große Chancen verbunden. Das Handwerk hat sich als „Offizieller Ausrüster der Energiewende" positioniert und möchte die Umsetzung aktiv begleiten und mitgestalten.

Auch Berlin bringt sich öffentlich für die Umsetzung der Energiewende in Position. Bis 2050 soll Berlin klimaneutral werden. Dazu wurde ein Energiewendegesetz verabschiedet und ein Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) mit konkreten Maßnahmen erarbeitet, um dieses Ziel zu erreichen. Mit der Beschlussfassung durch das Parlament startete im Januar 2018 die Umsetzungsphase des BEK 2030.

Die Handwerkskammer Berlin bringt sich konstruktiv in diese Prozesse ein. Gleichzeitig drängt das Berliner Handwerk darauf, die ambitionierten Ziele möglichst schnell mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen. Denn viele Chancen bleiben ungenutzt:
Unsanierte Schulen und Schwimmbäder die mehr ihr Umfeld als die Innenräume erwärmen und Heizkessel, die ihre beste Zeit seit 20 Jahren hinter sich haben, finden sich immer noch in vielen öffentlichen und privaten Gebäuden. Dort können kluge Investitionen zu Einsparungen führen, die sich in wenigen Jahren amortisieren.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:

 Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK)



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