ABGEORDNETENHAUSWAHL 2026: Perspektiven für ein zukunftsfähiges Berliner Handwerk. Lebenswerte Stadt durch eine nachhaltige Berliner Mischung
Unsere Forderung: Berliner Mischung: krisenfeste Stadt der kurzen Wege | Wirtschaftsverkehr als Teil der Berliner Mischung mitdenken
7. Berliner Mischung: krisenfeste Stadt der kurzen Wege
Lebendige Stadtquartiere leben von kurzen Wegen, verlässlicher Nahversorgung und einer ausgewogenen Mischung aus Wohnen, Handwerk und Gewerbe. Der zunehmende Verlust von Gewerbeflächen und die Verdrängung von Betrieben gefährden diese Berliner Mischung – und damit die Funktionsfähigkeit, Lebensqualität und Widerstandsfähigkeit der Stadt.
Die Berliner Mischung muss deshalb neu gedacht werden – auch im Hinblick auf die Resilienz der Stadt. Eine Stadt mit starken handwerklichen Strukturen vor Ort ist in Krisenzeiten besser handlungsfähig: Handwerksbetriebe sichern Versorgung und Infrastruktur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen.
Damit Quartiere dauerhaft funktionieren, müssen Handwerks- und Gewerbebetriebe wohnortnah erreichbar bleiben und langfristig gesicherte Gewerbeflächen vorfinden. Gehen diese verloren, verliert Berlin nicht nur wirtschaftliche Substanz, sondern auch urbane Qualität und Krisenfestigkeit.
8. Wirtschaftsverkehr als Teil der Berliner Mischung mitdenken
Ein funktionierender Wirtschaftsverkehr ist Voraussetzung dafür, dass Handwerksbetriebe Reparaturen, Wartungen oder Modernisierungen schnell und zuverlässig durchführen können. Nur wenn Betriebe ihre Einsatzorte ohne große Umwege erreichen, bleibt die Versorgung der Berliner Quartiere gesichert. Davon profitieren alle Berlinerinnen und Berliner – durch kürzere Bauzeiten, bezahlbare Leistungen und eine funktionierende, lebenswerte Stadt.
In der Praxis wird dies jedoch zunehmend erschwert. Gerade in Wohn- und Mischgebieten fehlen häufig geeignete Park- und Haltemöglichkeiten für Handwerksfahrzeuge. Lange Parkplatzsuche, fehlende Ladezonen und restriktive Regelungen kosten Zeit, erhöhen die Kosten für Betriebe und verzögern Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Am Ende leidet darunter auch die Versorgung der Stadtgesellschaft.