ABGEORDNETENHAUSWAHL 2026: Perspektiven für ein zukunftsfähiges Berliner Handwerk.Junge Menschen im Mittelpunkt

Unsere Forderung: Perspektiven des Handwerks sichtbar machen und Berufsorientierung stärken | Attraktive Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung sichern | Faire Wettbewerbsbedingungen und bessere Vermittlung ins Handwerk

Blick von der Seite: Eine Lichtreklameherstellerin bringt eine Fahrzeugbeschriftung an einem weißen PKW an.
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4. Perspektiven des Handwerks sichtbar machen und Berufsorientierung stärken

Eine Ausbildung im Handwerk bietet jungen Menschen eine sichere und attraktive berufliche Zukunft. Sie eröffnet vielfältige Weiterqualifizierungsmöglichkeiten bis hin zum Meistertitel, bietet gute Karrierechancen und ermöglicht erfolgreiche Schritte in die Selbstständigkeit. Gerade kleine und mittlere Betriebe schaffen zudem familiäre  Ausbildungsumfelder, in denen Auszubildende persönliche Unterstützung und sozialen Halt erfahren.

Trotz dieser Chancen bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Ein Grund ist, dass die vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten des Handwerks für viele Schülerinnen und Schüler zu wenig sichtbar sind. Lehrkräfte spielen als zentrale Multiplikatoren der Berufsorientierung eine wichtige Rolle, benötigen dafür jedoch ausreichende  Unterstützung und praxisnahe Fortbildungsangebote.

 

Unsere Forderung:

Die Berufsorientierung an Schulen muss gestärkt werden. Dazu gehört insbesondere der Ausbau von Lehrkräftefortbildungen, damit Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler praxisnah über berufliche Perspektiven informieren und das Handwerk als attraktive Zukunftsperspektiven sichtbar machen können.



5. Attraktive Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung sichern

Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt viele Jugendliche vor Herausforderungen. Unterschiedliche Bildungsbiografien, soziale Rahmenbedingungen und fehlende Orientierung erschweren häufig den Einstieg in eine Ausbildung. Gleichzeitig hängt die Attraktivität der dualen Ausbildung wesentlich von guten Lern- und Ausbildungsbedingungen ab.

Moderne und gut ausgestattete (Berufs-)Schulen sowie eine hochwertige Ausbildung sind entscheidend, damit junge Menschen den beruflichen Bildungsweg als attraktive Perspektive wahrnehmen. Darüber hinaus braucht eine zukunftsfähige Bildungslandschaft eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der beruflichen Bildung.

 

Unsere Forderung:

Um die Attraktivität der dualen Ausbildung zu sichern, sind Investitionen in Personal, Ausstattung und pädagogische Konzepte an (Berufs-)Schulen notwendig. Gleichzeitig müssen berufliche und akademische Bildung politisch und gesellschaftlich als gleichwertige Bildungswege anerkannt und durchlässig miteinander verbunden werden.



6. Faire Wettbewerbsbedingungen und bessere Vermittlung ins Handwerk

Eine erfolgreiche Ausbildung im Handwerk braucht verlässliche Rahmenbedingungen für Betriebe und Auszubildende. Schwarzarbeit gefährdet faire Wettbewerbsbedingungen, schwächt die Ausbildungsbereitschaft vieler Betriebe und untergräbt das Vertrauen in einen funktionierenden Ausbildungsmarkt.

Gleichzeitig gelingt es häufig noch nicht ausreichend, junge Menschen und Ausbildungsbetriebe passgenau zusammenzubringen. Klassische Großveranstaltungen wie Ausbildungsmessen erreichen nicht immer die Jugendlichen, die stärkere Orientierung benötigen. Persönlichere Formate und eine bessere Nutzung vorhandener Daten über Fähigkeiten und Interessen junger Menschen können hier helfen.

 

Unsere Forderung:

Schwarzarbeit muss konsequent bekämpft werden – durch wirksame Kontrollen, gezielte Aufklärung bereits bei Schulabgängerinnen und Schulabgängern sowie eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Behörden. Gleichzeitig sollten kleinere Matching-Formate zwischen Betrieben und Jugendlichen stärker gefördert und vorhandene Vermittlungsdaten von Arbeitsagenturen und Jobcentern besser genutzt werden.



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Kontakt

Dr. Martin Altemeyer-Bartscher

Abteilung Wirtschaftspolitik

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