Berliner NutzungsmischungGewerbeflächen, Standorte und Bauen: Mittendrin statt janz weit draußen
Die Berliner Mischung ist als integraler Bestandteil der Stadtentwicklung zu begreifen und muss strategisch über integrierte Gewerbekonzepte umgesetzt werden, indem speziell die bau- und reparaturnahen Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks, wie z. B. des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks, des Elektro-, des Tischler-, des Metallbauerhandwerks frühzeitig in Konzepte von Bebauungsplanungen einbezogen werden. Die Erreichbarkeit von Handwerks- und Gewerbebetrieben muss dabei sichergestellt werden. Gewerbehöfe müssen gezielt gestärkt werden mit einem Fokus auf genossenschaftliche Organisationsformen und -ziele.
Die Berliner Mischung – Stadt der kurzen Wege
Lebendige und funktionierende Stadtquartiere leben von kurzen Wegen, einer verlässlichen Nahversorgung und insbesondere einer ausgewogenen Mischung aus Wohnen, Handwerk und Gewerbe. Der Verlust von Flächen und die Verdrängung von Betrieben schwächen die Berliner Mischung und mindern zugleich die Qualität und Resilienz der Stadt.
Damit Quartiere dauerhaft funktionieren können, müssen Handwerks- und Gewerbebetriebe auf dezentralen Standorten erreichbar bleiben und gestärkt werden und langfristig gesicherte Gewerberäume und -flächen vorfinden. Gehen diese Flächen verloren, verliert Berlin nicht nur wirtschaftliche Substanz, sondern auch an urbaner Qualität und Widerstandsfähigkeit.