Pressemitteilung vom 22. Juni 2026Forderungen zur Abgeordnetenhauswahl
Berlin wählt. Die turbulenten Zeiten gehen auch am Handwerk nicht spurlos vorbei. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, Bürokratie, unsichere Rahmenbedingungen und der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft fordern Betriebe, Beschäftigte und Auszubildende jeden Tag.
Damit das Berliner Handwerk auch weiterhin eine starke wirtschaftliche Kraft und verlässlicher Partner für die Stadt bleibt, legt die Handwerkskammer Berlin konkrete Forderungen zur Abgeordnetenhauswahl im September 2026 vor.
Sie zeigen, was das Handwerk jetzt braucht: Gesetze, Anträge und Verwaltungsverfahren müssen zur Realität kleiner und mittlerer Betriebe passen. Sie brauchen einfache, digitale und schnelle Verfahren statt zusätzlicher Bürokratie. Außerdem ist es für die Vielfalt und Versorgung in den Kiezen wichtig, die Berliner Mischung zu sichern. Wohnen, Handwerk und Gewerbe müssen auch künftig zusammengehören, damit kurze Wege, Nahversorgung und lebendige Quartiere erhalten bleiben.
Junge Menschen müssen stärker in den Mittelpunkt rücken. Wer Fachkräfte für morgen gewinnen will, muss ihnen früh zeigen, welche Chancen das Handwerk bietet: mit besserer Berufsorientierung, modernen Berufsschulen, attraktiven Ausbildungsbedingungen sowie der Anerkennung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.
Carola Zarth, Präsidentin der Handwerkskammer Berlin: "Berlin braucht eine Politik, die das Handwerk nicht nur in Sonntagsreden lobt, sondern uns den Freiraum gibt, den wir brauchen. Das Berliner Handwerk steht für wirtschaftliche Stärke, soziale Verantwortung und Zusammenhalt in unserer Stadt. Wir verbinden Unternehmertum, Beschäftigung und Ausbildung und sind in allen Kiezen fest verwurzelt. Deshalb muss klar sein: Das Handwerk ist keine Randnotiz der Berliner Wirtschaftspolitik, sondern eine Voraussetzung für ein wirtschaftlich starkes und lebenswertes Berlin."
Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin: "Wer Berlin nachhaltig und zukunftsfest gestalten will, muss das Handwerk im Blick haben. Betriebe, Beschäftigte und Auszubildende halten Berlin am Laufen, sichern Versorgung und setzen zentrale Zukunftsaufgaben praktisch um. Dafür brauchen sie eine Politik, die ihnen den Rücken stärkt. Unsere Forderungen sind ein klarer Auftrag an die nächste Landesregierung: weniger Bürokratie, mehr Verlässlichkeit und Rahmenbedingungen, die das Handwerk stärken."
Alle Forderungen des Berliner Handwerks zur Wahl des Abgeordnetenhauses finden Sie hier: Ein starkes Handwerk für Berlin