Nach dem Gesellenbrief ins Ausland – Simon Leuschen in Irland
Auslandserfahrung nach der Ausbildung2. Infos für Fachkräfte
Auch nach dem Abschluss der Berufsausbildung können wertvolle Auslandserfahrungen gesammelt werden. Das europäische Programm Erasmus + steht auch Personen direkt nach der Gesell*innenprüfung oder im ersten Jahr nach der Meisterprüfung zur Verfügung. Das Auslandspraktikum muss innerhalb eines Jahres nach der Ausbildung oder Meisterprüfung abgeschlossen werden.
Für wen?
- Gesell*innen (im ersten Jahr nach Ausbildungsende)
- Meister*innen (im ersten Jahr nach Abschluss)
Warum lohnt sich ein Auslandspraktikum?
- Neue Impulse für den Berufsalltag
- Fachlicher Austausch mit internationalen Kolleg*innen
- Erweiterung des beruflichen Netzwerks
- Sprachpraxis und interkulturelles Lernen
Ablauf – So funktioniert's:
Unsere Mobilitätsberatung unterstützt dich bei:
- Organisation von Praktikumsbetrieben und Unterkünften
- Beantragung der Erasmus-Fördermittel
- Vorbereitung
- Nachbereitung
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Als Fachkraft gelten Gesell*innen, Meister*innen und andere Personen, die eine handwerkliche oder vergleichbare Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Erasmus+-Fördermittel können bis zu einem Jahr nach dem Abschluss der Ausbildung genutzt werden. Das bedeutet, dass der Auslandsaufenthalt innerhalb dieses Jahres stattfinden muss.
Wer plant, nach der Ausbildung für längere Zeit ins Ausland zu gehen, sollte sich deshalb bereits im letzten Ausbildungsjahr über die Fördermöglichkeiten informieren.
In bestimmten Fällen und abhängig vom jeweiligen Förderprogramm ist das möglich – insbesondere, wenn der Schwerpunkt auf beruflicher Weiterbildung liegt. Unsere Beratung informiert dich gern über mögliche Angebote.
Ein Aufenthalt gefördert mit Erasmus + dauert zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten (theoretisch bis zu 12 Monaten nach der Ausbildung möglich).
Grundsätzlich sind Aufenthalte in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in ausgewählten Partnerländern möglich. Eine aktuelle Übersicht erhältst du bei uns.
Programme wie Erasmus+ übernehmen viele der anfallenden Kosten – etwa für Reise, Unterkunft, Versicherung und ggf. eine tägliche Pauschale. Wir unterstützen dich bei der Antragstellung.
Das hängt vom jeweiligen Betrieb ab. Bei Bildungsreisen kann in Absprache mit dem Arbeitgeber auch eine Freistellung oder Sonderurlaub möglich sein.
Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme erhältst du z. B. den „Europass Mobilität“ – ein europaweit anerkanntes Zertifikat, das deine Lernerfolge und beruflichen Kompetenzen dokumentiert.
Die Vorbereitungszeit sollte mindestens 4 bis 6 Monate betragen.
Einen Praktikumsplatz im Ausland kannst du dir selbst suchen. Die Mobilitätsberatung der Handwerkskammer unterstützt dich dabei und sagt dir, wie du am besten bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsbetrieb vorgehst.