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Risiken verringern, Chancen nutzen, Ressourcen pflegen, Kosten senkenManagementsysteme im Handwerk

Erfolgsorientierte Unternehmer - gleichgültig ob sie kleine oder große Betriebe leiten – richten ihr Denken und Handeln auf die Optimierung ihres Betriebes als ganzheitliches System aus. Generell gilt es Risiken zu minimieren, Chancen zu nutzen, Ressourcen zu pflegen und Kosten möglichst gering zu halten.

Entsprechend können Managementsysteme als ein gezieltes Herangehen an die Umsetzung von Unternehmenszielen bezeichnet werden, durch systematische Steuerung und Optimierung betrieblicher Abläufe. Sie können branchenspezifisch sein - wie beispielsweise in der Automobilindustrie - oder branchenübergreifend eingesetzt werden, wie beispielweise in den Bereichen Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz (ISO 45001) und Energie (ISO 50001).
Durch die Zertifizierung eines Managementsystems wird nicht nur die Einhaltung der Normen nachgewiesen, sondern auch das Managementsystem einer regelmäßigen Überprüfung auf Stärken und Schwächen unterzogen.



Zu den einzelnen Managementsystemen

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 

Gerade bei Handwerksbetrieben ist es wichtig bei einem Qualitätsmanagement darauf zu achten, dass es schlank und effizient ist und keinen unnötigen Mehraufwand nach sich zieht. Ein auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Qualitätsmanagement unterstützt dabei den langfristigen Unternehmenserfolg nachhaltig. Ein effektives QM-System soll konsequent am Unternehmen und dessen Größe ausgerichtet sein. 



Arbeitsschutzmanagement

Ein Arbeitsschutzmanagement kann im doppelten Wortsinn die Grundlage für ein »gesundes« Unternehmen sein. Hiermit sollen die Organisation und die Arbeitsbedingungen im Betrieb sicher und gesund gestaltet sein.

Gut geplante und durchgeführte Arbeitsschutzmaßnahmen senken das Risiko von Unfällen und Gesundheitsschäden, von rechtlichen Sanktionen und von unfall- oder krankheitsbedingten Ausfallkosten.  Arbeitsschutzmanagement nach DIN EN ISO 45001 und die SCC/SCP können im wahrsten Sinne des Wortes eine gesunde Unternehmenskultur schaffen.



Umweltmanagement

Ökologisch verantwortliches Handeln wird heute von den Märkten gefordert und auch honoriert. Umweltsysteme stellen hierbei ein bedeutendes Differenzierungsmerkmal dar. Hinzu kommen Aspekte die sich betriebswirtschaftlich und gesellschaftlich auswirken können, wie Entsorgungskosten, die Verpflichtung zur Einhaltung einer Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen und eine kritische Öffentlichkeit. Diese Themen sind heute zentrale Ansatzpunkte für die Unternehmensführung.

Für Betriebe wird aber ein umweltgerechtes und umweltbewusstes Verhalten immer wichtiger. Gängige Systeme im Umweltbereich sind die DIN EN ISO 14001 und die EMAS-Verordnung.

Für Fragen zum Umweltmanagement wenden Sie sich bitte an die Umweltberatung der Handwerkskammer:



Energieaudit

Seit 2017 gibt es für Unternehmen, die nicht zu den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) zählen (mehr als 250 MA und ein Jahresumsatz über 50 Mio. EUR), die Pflicht zum Energieaudit.

Damit sind fast alle Handwerksbetriebe von dieser Vorschrift nicht betroffen. Ausnahmen gelten für Handwerksunternehmen, die sich mehrheitlich im Besitz eines Nicht-KMU befinden.

Für die wenigen Handwerker, die von dieser Pflicht betroffen sind, gibt es seit 2019 eine weitere Erleichterung:

Liegt der Gesamt-Energieverbrauch des Unternehmens (alle Energieträger)in den letzten Jahr (12 Monate) unter 500.000 kWh, ist innerhalb von zwei Monaten gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine vereinfachte Online-Auditerklärung abzugeben.

Bei Fragen zum Energieaudit wenden Sie sich bitte an die Umweltberatung der Handwerkskammer:

Weitere Informationen, insbesondere auch zur Online-Energieauditerklärung,  finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).



Zertifizierung von Stahl- und Aluminiumtragwerken

Grundlagen der Zertifizierung nach DIN EN 1090
Stellen Sie Treppen, Geländer und Balkone, Wintergärten, Hallen, oder sonstige Tragwerke aus Stahl oder Aluminium her? Dann sind Sie von den Regelungen der europäischen Bauproduktenverordnung betroffen seit 01. Juli 2014 und müssen Ihre Produkte auf der Grundlage der DIN EN 1090-1 mit dem CE-Zeichen kennzeichnen.

Der Nachweis ist gegenüber einer akkreditierten und notifizierten Zertifizierungsstelle zu erbringen und wird von dieser über ein EG-Zertifikat sowie gegebenenfalls ein Schweißzertifikat bestätigt. Erst danach darf ein Hersteller seine mit dem CE-Zeichen versehenen Bauprodukte in Deutschland bzw. innerhalb der EU in Verkehr bringen.

Umsetzungsmöglichkeiten können anhand eines Leitfadens aufgezeigt werden.