Flüchtlinge


Willkommenslotsen der Handwerkskammer Berlin

Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung

Ausbilder mit einem Flüchtling in einer Werkstatt.

© Colourbox.de

Nutzen Sie kulturelle Vielfalt als Wettbewerbsvorteil! Die Handwerkskammer Berlin berät klein- oder mittelständische Unternehmer kostenlos zur Ausbildung bzw. Einstellung von geflüchteten Menschen.

Die Willkommenslotsen der Handwerkskammer Berlin beraten als zentrale Ansprechpartner zu Fragen der Integration von Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive, insbesondere zu

  • rechtlichen Rahmenbedingungen für die Durchführung von Hospitationen, Praktika, Einstiegsqualifizierung, Ausbildung oder Arbeit
  • regionalen und nationalen Förder- und Unterstützungsangeboten
  • Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden

Sie vermitteln je nach Bedarf weitere Unterstützungsangebote der Handwerkskammer:
Ausbildungsberatung, Anerkennungsberatung, Rechtsberatung und Existenzgründungsberatung.

 

Am 18. September wurden die „Willkommenslotsen“ von der Allianz für Aus- und Weiterbildung beschlossen. Das seit dem Jahr 2007 erfolgreich durchgeführte Programm „Passgenaue Besetzung“ wurde um die Komponente zur Besetzung von Ausbildungsstellen mit Flüchtlingen ergänzt. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist koordinierender Ansprechpartner für das Programm.

Aktuelles:

Schaltung einer Hotline - 030 25903 – 777 - am 06. Juli 2017 14:00 bis 18:00 Uhr

Die Willkommenslotsinnen der Handwerkskammer Berlin beantworten am 06. Juli 2017 telefonisch Ihre Fragen zum Thema Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten.

  • Sie haben noch einen Ausbildungsplatz zum 01. September 2017 zu besetzen und es ist weit und breit kein Bewerber in Sicht?
  • Sie können sich vorstellen einen geflüchteten Menschen einzustellen, haben aber noch viele Fragen zu den sprachlichen, rechtlichen und schulischen Voraussetzungen?
  • Sie würden in einem Praktikum gern jemanden kennenlernen, wissen aber nicht, wie Sie einen motivierten geflüchteten jungen Menschen für Ihren Betrieb gewinnen können?
  • Sie wollen nicht nur ausbilden, sondern den / die Facharbeiter*in anschließend beschäftigen, haben aber viele Fragen etwa zu aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Bedingungen?
  • Sie würden gern einen Geflüchteten ausbilden, wissen aber nicht, woher Sie finanzielle und organisatorische Unterstützung bekommen können?

Ihre Ansprechpartner

Irena Büttner
Dipl.-Lehrerin

Telefon +49 30 25903 - 394
E-Mail buettner(at)hwk-berlin.de

Annelise Rothwell

Telefon +49 30 25903 - 396
E-Mail rothwell(at)hwk-berlin.de

Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitgeber-Service „Asyl“
Bundesagentur für Arbeit
Agentur für Arbeit Berlin Süd
Sonnenallee 282 | 12057 Berlin 

Hotline für Arbeitgeber: (030) 5555 77 7755

E-Mail: Berlin-Sued.AG-BeratungAsylsuchende(at)arbeitsagentur.de

Förderungen im Überblick

Einen Überblick zu den Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung erhalten Sie in der Übersicht der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (Stand: April 2016).

Die Liste dient als Orientierungshilfe und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen erhalten Sie bei den jeweils angegebenen Ansprechpartnern.

ARRIVO-Servicebüro

Beratungsangebote für Betriebe zur Ausbildung oder Beschäftigung Geflüchteter

- branchenübergreifend

- wirtschaftsnah

- unmittelbar 

Mit finanzieller Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen bietet das ARRIVO-Service-Büro Erstberatungen für Betriebe zur Ausbildung oder Beschäftigung Geflüchteter an. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, vertiefende Beratungsleistungen, z.B. zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Ausbildungsberatung und rechtliche Informationen zu erhalten. Die jeweiligen Fachberaterinnen und Fachberater stehen Ihnen hierzu im Servicebüro zur Verfügung.

Information│ Vermittlung │ Vernetzung

  • Wir stellen Ihnen relevante und aktuelle Informationsquellen zur Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter zur Verfügung.
  • Wir vermitteln Sie - wo nötig - an fachkompetente Partner zur Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter für Betriebe.
  • Mit eigenen Veranstaltungen fördern wir den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter Betrieben.

Die Trägerschaft des ARRIVO-Servicebüros übernimmt der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in Berlin (vfbb), in dem IHK Berlin, Handwerkskammer Berlin, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg und der Verband der freien Berufe vertreten sind.

Kontakt

Henning Paulmann
Projektleitung

henning.paulmann(at)arrivo-servicebuero.de

www.arrivo-servicebuero.de

Anschrift

ARRIVO-Servicebüro
beim Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e.V.
Mittelstr. 55| 10117 Berlin 

Tel.: +49 (0)30 80 49 33 00

Fax: +49 (0)30 80 49 35 92

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H) und Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Die Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die unter anderem intensive Bemühungen zu ihrer Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung erforderlich macht. Die Programme Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk und Berufsorientierung für Flüchtlinge sind Teil der Qualifizierungsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Ziel ist es, jungen Flüchtlingen einen Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.

PerjuF-H

Die vier- bis sechsmonatige Maßnahme PerjuF-H startet am 01.02.2017 im Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden in Bernau. Im Fokus stehen die Kompetenzerfassung und die berufliche Orientierung hinsichtlich Eignung und Neigung auf einen Handwerksbereich.
Die PerjuF-H Maßnahme richtet sich insbesondere an junge geflüchtete Menschen unter 25 Jahren, die an einer Ausbildung im Handwerk interessiert sind und in Deutschland einen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Eine weitere Voraussetzung sind Sprachkenntnisse, vorzugsweise auf B1-Niveau. Ausgehend von der, zum Ende des Projektes erstellten Leistungs- und Verhaltensanalyse, und der Wahl eines entsprechenden Berufsfeldes bzw. Berufes können die Teilnehmer/-innen in Ausbildung vermittelt werden oder im Rahmen von BoF einen vertiefenden Einblick in das gewählte Berufsfeld erhalten.


Inhalte der Maßnahme sind:

  • Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen über das duale Ausbildungssystem
  • Praktische Erprobung der handwerklichen Fähigkeiten und Kompetenzen im Bereich Holz, Metall, Farbe
  • Berufsbezogener Spracherwerb
  • Erstellen von Bewerbungsunterlagen
  • Vier- bis sechswöchiges Betriebspraktikum
  • Sozialpädagogische Betreuung während der gesamten Maßnahme

BOF

Auch BOF wird im Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden in Bernau umgesetzt. Während eines Zeitraums von 9 Wochen werden ab dem 01.08.2017 im Rahmen von Werkstatttagen einschlägige Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Metall, Holz oder Farbe erworben. Gleichzeitig werden die mit den Bereichen verbundenen Berufsbilder vorgestellt. Eignung und Neigung der Teilnehmer/-innen bilden die Grundlage für das im Anschluss zu wählende vierwöchige Praktikum in einem Betrieb, welches im Idealfall in eine Ausbildung einmündet.


BOF bietet den Handwerksbetrieben:

  • Vermittlung von geeigneten Teilnehmer/-innen in das jeweilige Berufsfeld
  • Begleitung und Unterstützung während der vierwöchigen Betriebsphase
  • Beratung bei weiteren Schritten auf dem Weg in ein gemeinsames Ausbildungsverhältnis
  •  Informationen zu Fördermöglichkeiten

BOF bietet den Teilnehmer/-innen:

  • Informationen zu Aufbau und Inhalten der dualen Ausbildung
  • Vorbereitung auf die berufsschulischen Anforderungen
  • Vermittlung von berufsbezogenen Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen
  • Begleitenden, berufsbezogenen Sprachunterricht
  • Begleitung, Beratung und Unterstützung bei der Suche von geeigneten Betrieben und während der Praktikumsphase in den Betrieben

 

 

BOF und PerjuF-H sind Teil der gemeinsamen Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).