Flüchtlinge


Willkommenslotsen der Handwerkskammer Berlin

Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung

Ausbilder mit einem Flüchtling in einer Werkstatt.

© Colourbox.de

Nutzen Sie kulturelle Vielfalt als Wettbewerbsvorteil! Die Handwerkskammer Berlin berät Betriebe kostenlos zur Ausbildung bzw. Einstellung von geflüchteten Menschen.

Die Willkommenslotsen der Handwerkskammer Berlin beraten als zentrale Ansprechpartner zu Fragen der Integration von Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive, insbesondere zu

  • rechtlichen Rahmenbedingungen für die Durchführung von Hospitationen, Praktika, Einstiegsqualifizierung, Ausbildung oder Arbeit
  • regionalen und nationalen Förder- und Unterstützungsangeboten
  • Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden

Sie vermitteln je nach Bedarf weitere Unterstützungsangebote der Handwerkskammer:
Ausbildungsberatung, Anerkennungsberatung, Rechtsberatung und Existenzgründungsberatung.

 

Am 18. September wurden die „Willkommenslotsen“ von der Allianz für Aus- und Weiterbildung beschlossen. Das seit dem Jahr 2007 erfolgreich durchgeführte Programm „Passgenaue Besetzung“ wurde um die Komponente zur Besetzung von Ausbildungsstellen mit Flüchtlingen ergänzt. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist koordinierender Ansprechpartner für das Programm.

Ihre Ansprechpartner

Irena Büttner
Dipl.-Lehrerin

Telefon +49 30 25903 - 394
E-Mail buettner(at)hwk-berlin.de

Annelise Rothwell

Telefon +49 30 25903 - 396
E-Mail rothwell(at)hwk-berlin.de

Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitgeber-Service „Asyl“
Bundesagentur für Arbeit
Agentur für Arbeit Berlin Süd
Sonnenallee 282 | 12057 Berlin 

Hotline für Arbeitgeber: (030) 5555 77 7755

E-Mail: Berlin-Sued.AG-BeratungAsylsuchende(at)arbeitsagentur.de

Förderungen im Überblick

Einen Überblick zu den Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung erhalten Sie in der Übersicht der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (Stand: April 2016).

Die Liste dient als Orientierungshilfe und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen erhalten Sie bei den jeweils angegebenen Ansprechpartnern.

ARRIVO-Servicebüro

Beratungsangebote für Betriebe zur Ausbildung oder Beschäftigung Geflüchteter

- branchenübergreifend

- wirtschaftsnah

- unmittelbar 

Mit finanzieller Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen bietet das ARRIVO-Service-Büro Erstberatungen für Betriebe zur Ausbildung oder Beschäftigung Geflüchteter an. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, vertiefende Beratungsleistungen, z.B. zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Ausbildungsberatung und rechtliche Informationen zu erhalten. Die jeweiligen Fachberaterinnen und Fachberater stehen Ihnen hierzu im Servicebüro zur Verfügung.

Information│ Vermittlung │ Vernetzung

  • Wir stellen Ihnen relevante und aktuelle Informationsquellen zur Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter zur Verfügung.
  • Wir vermitteln Sie - wo nötig - an fachkompetente Partner zur Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter für Betriebe.
  • Mit eigenen Veranstaltungen fördern wir den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter Betrieben.

Die Trägerschaft des ARRIVO-Servicebüros übernimmt der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in Berlin (vfbb), in dem IHK Berlin, Handwerkskammer Berlin, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg und der Verband der freien Berufe vertreten sind.

Kontakt

Nadja Türke
Projektleitung

nadja.tuerke(at)arrivo-servicebuero.de

www.arrivo-servicebuero.de

Anschrift

ARRIVO-Servicebüro
beim Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e.V.
c/o Innung für Metall- und Kunststofftechnik
Aufgang B, 1. OG

Köpenicker Str. 148 | 10997 Berlin 

Tel.: +49 (0)30 80 49 33 00

Fax: +49 (0)30 80 49 35 92

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)

Die Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die u. a. intensive Bemühungen zur Eingliederung der Migrantinnen und Migranten in Ausbildung und Beschäftigung erforderlich macht.  Die Bereitschaft gerade der kleinen und mittleren Familienunternehmen im Handwerk, Flüchtlinge mit Bleibeperspektive auszubilden und zu beschäftigen, ist ungebrochen. Das Handwerk ist bereit, seinen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern durch Bildung und Arbeit zu leisten.
Zur Unterstützung dieses Engagements ist ein ganzheitliches Gesamtkonzept für ein flexibles Qualifizierungs- und Betreuungssystem entwickelt worden, das sich an bestehenden Strukturen orientiert und als Baukastensystem jeweils bedarfs- und zielgruppenorientierte Elemente anbietet.

Seit dem Frühjahr 2016 wird die Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ vom  Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) umgesetzt.
Die Initiative setzt dabei auf eine dreistufige Eingliederung von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt und will damit eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft fördern. Die erste Stufe erfolgt im Rahmen der Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Bei der zweiten und dritten Stufe geht es um die Integration ins duale Ausbildungssystem bzw. in den Arbeitsmarkt.
Das zentrale Projekt dieser Initiative ist die Maßnahme „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)" in der den Teilnehmer/-innen allgemeine Berufskenntnisse im handwerklichen Bereich vermittelt werden. Die sich anschließende dritte Stufe der Initiative bildet dann die „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF". In der BOF geht es um die vertiefende Vermittlung von Kenntnissen zu einzelnen (bis max. 3) Berufsfeldern mit einem anschließenden Übergang in eine Berufsausbildung oder einer EQ-Maßnahme.

Der nahtlose Übergang von PerjuF-H in die Maßnahme BOF ist anzustreben, allerdings hat sich gezeigt, dass oft auch ein Übergang von PerjuF-H direkt in eine Ausbildung oder Arbeit bzw. EQ möglich ist - der auch von den Teilnehmer/-innen selbst angestrebt wird. Daher ist sicherzustellen, dass die Maßnahme durch die Agenturen für Arbeit bzw. Jobcenter einem breiteren Kundenkreis angeboten bzw. zugänglich gemacht wird. Neben der intensiven berufspraktischen Sprachvermittlung, der fachlichen Berufsorientierung und -vorbereitung für die Flüchtlinge unterstützt das Projekt PerjuF-H die Teilnehmer/-innen bei der Suche nach geeigneten Ausbildungs- & Arbeitsplätzen im Handwerk.

 

PerjuF-Handwerk

Die vier- bis sechsmonatige Maßnahme PerjuF-H startete am 12.03.2018 im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) im Herzen von Berlin am Mehringdamm 14 in 10961 Berlin – gleich gegenüber der Handwerkskammer Berlin. Die Maßnahme wird gemeinsam umgesetzt mit den Berliner Handwerksinnungen:


Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Köpenicker Str. 148/149
10997 Berlin

Friseur Innung Berlin
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Konstanzer Straße 25
10709 Berlin

Glaser Innung Berlin
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Alte Jakobstraße 124
10969 Berlin
Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Obentrautstraße 16-18
10963 Berlin

Im Fokus stehen die Kompetenzerfassung und die berufliche Orientierung hinsichtlich Eignung und Neigung auf einen Handwerksbereich.

Zielgruppe

Die PerjuF-H Maßnahme richtet sich insbesondere an junge Menschen (Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerber/-innen bzw. Geduldete mit Arbeitsmarktzugang) die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • 16 – 30 Jahre alt
  • Vollzeitschulpflicht erfüllt
  • keine in Deutschland anerkannte Ausbildung
  • Integrationskurs oder entsprechende schulische Maßnahme abgeschlossen
  • Sprachniveau von vorzugsweise B1
  • Interesse an einer Ausbildung oder einer Arbeit im Handwerk

Einmündung

Die Zuweisung erfolgt über die 3 Agenturen für Arbeit in Berlin und den 12 Jobcentern in Berlin. Abweichungen von den Zugangsvoraussetzungen sind in Einzelfällen in Absprache mit den Ansprechpartner/-innen der Maßnahme möglich.

PerjuF-H bietet

  • Informationen über Tätigkeiten und Ausbildungen im Handwerk und über das dt. duale Ausbildungssystem
  • Orientierungsmöglichkeiten in den Berufsfeldern: Metall / Kfz / Holz / Glas / Friseur / Farbe
  •  berufsbezogener Sprach- & begleitender Stützunterricht
  • Unterstützung bei der Suche und Vermittlung von Praktikumsbetrieben
  • Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, sowie Bewerbungstraining
  • Vermittlung von Arbeitstechniken und Lernstrategien, berufsbezogene sowie soziale und personale Kompetenzen
  • Beratung und Unterstützung bei der Suche nach einer Anschlussmaßnahme, z.B. Ausbildung, Arbeit, Einstiegsqualifizierung (EQ) etc.
  • Alltagshilfen
  • Ziel 1. Ranges ist die vorzeitige Vermittlung in Ausbildung und Arbeit über die HWK Berlin

Platzkapazitäten

6 Gruppen mit bis zu 12 Teilnehmern, gleichzeitig

BOF und PerjuF-H sind Teil der gemeinsamen Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).