Berliner Handwerk ist Rekordmeister

Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke präsentieren den Jahresbericht 2017 auf der Pressekonferenz

Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke © Sarkandy/Handwerkskammer Berlin

Pressemitteilung der Handwerkskammer Berlin vom 24. April 2018

Das Berliner Handwerk startet außerordentlich zuversichtlich ins Jahr 2018. Der Geschäftsklima-Index übertraf mit 132 Punkten alle bisherigen Frühjahrswerte.

„Wir sehen keine Wolke am Konjunkturhimmel über Berlin. Unsere Betriebe aus dem Bau-, KFZ- und dem Bereich für den gewerblichen Bedarf haben im Durchschnitt für elf Wochen volle Auftragsbücher. So gut war die Auftragslage noch nie. Und die gute Stimmung im Handwerk wird weitergehen. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus dem Handwerk ist weiterhin auf einem Rekordniveau“, sagten der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, und Kammer-Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke bei der Vorstellung der Ergebnisse der Konjunkturumfrage für das Frühjahr 2018.

Insgesamt bezeichneten 48 Prozent der Betriebe ihre derzeitigen Geschäftsergebnisse als gut, nur sieben Prozent als schlecht. Dies bedeutet, dass 93 Prozent der Betriebe mindestens zufrieden mit ihren aktuellen Geschäften sind. Die guten Urteile überwiegen die schlechten mit 41 Punkten – das ist ein Gewinn von zwölf Zählern gegenüber dem Vorjahr und ein Rekordwert für ein Frühjahr. Das Allzeithoch stammt aus dem Herbst 2017, als der Positivsaldo bei 48 Punkten lag.

Voller Zuversicht blicken die Berliner Handwerksbetriebe auf die kommenden Monate. 30 Prozent der Betriebe erwarten für das kommende Halbjahr eine Verbesserung der Geschäftslage, mit einer unveränderten wirtschaftlichen Situation rechnen 64 Prozent der Betriebe, nur sechs Prozent gehen davon aus, dass die Geschäfte schlechter laufen werden. Dementsprechend liegt der Saldo mit 24 Punkten im Plus und klettert auf das gleiche Niveau wie das Allzeithoch aus dem Herbst 1991. Für eine Frühjahrsumfrage ist dies somit ein Rekordwert.

Der Spitzenplatz bei den Optimisten gehört eindeutig dem Bauhauptgewerbe. Hier hat sich der Erwartungssaldo um zwölf Punkte auf nunmehr 35 Zähler verbessert. In keiner der bisherigen Umfragen war dieser Saldowert so gut wie jetzt. „Berlin ist und bleibt eine Baustelle und davon profitiert natürlich das Handwerk ganz besonders“, so der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz.

Die Produktions- und Dienstleistungskapazitäten konnten im gesamten Berliner Handwerk zu 84,5 Prozent ausgelastet werden. Der Saldo aus den Meldungen zu den gestiegenen und gesunkenen Auftragseingängen über alle Gruppen gerechnet gewinnt im Vergleich zum Vorjahr zwölf Zähler und liegt mit 24 Punkten im Plus. 33 Prozent von ihnen schätzen den Auftragsbestand als verhältnismäßig groß ein, nur zehn Prozent als zu klein.

„Stimmungsdämpfer ist und bleibt der Fachkräftemangel. Lediglich 21 Prozent der Handwerksbetriebe haben in diesem Jahr neues Personal gefunden und eingestellt, obwohl mehr Betriebe Personal suchen. Fast die Hälfte der Betriebe, nämlich 46 Prozent, melden derzeit offene Stellen. Trotzdem bleiben die Beschäftigungspläne der Betriebe weiterhin sehr expansiv. Ein Drittel der Betriebe sieht Chancen, in Zukunft zusätzliches Personal einzustellen“, erklärt Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke.

Den kompletten Konjunkturbericht Frühjahr 2018 finden Sie unter diesem Link.