Aktionsprogramm Handwerk


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Aktionsprogramm Handwerk 2015-2017

Höhere Wertgrenzen für Öffentliche Ausschreibungen, eine Sicherung der Meistergründungsprämie und die Gewinnung von Studienabbrechern für eine Karriere im Handwerk - nur einige wenige Beispiele aus dem Aktionsprogramm Handwerk.

Mit dem Ziel die Leistungsfähigkeit des Berliner Handwerks als wichtigen Wirtschaftszweig in Berlin nachhaltig zu stärken und systematisch weiter zu entwickeln, wurde 2015 zum vierten Mal ein Aktionsprogramm Handwerk mit der Berliner Politik erarbeitet und von dieser beschlossen. Es schlägt für die kommenden drei Jahre 32 konkrete Maßnahmen auf Landesebene vor, für die das Berliner Handwerk die Unterstützung der Politik benötigt.

Allen Maßnahmen gemein ist, dass sie konkret sind, sich an aktuellen Problemen und Herausforderungen orientieren und in die Zuständigkeit des Landes fallen. Die Maßnahmen wurden unter Federführung der Handwerkskammer und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung bereits 2014 unter Mitwirkung von Berliner Innungen und Handwerksbetrieben sowie den insgesamt vier eingebundenen Senatsverwaltungen (Arbeit, Integration und Frauen; Bildung, Jugend und Wissenschaft; Stadtentwicklung und Umwelt sowie Wirtschaft, Technologie und Forschung) erarbeitet. Durch einen Senatsbeschluss Anfang 2015 erhalten sie Verbindlichkeit.

Die Maßnahmen untergliedern sich in insgesamt sechs Themenfelder:

1. Demografischen Wandel begleiten – Fachkräftepotenzial heben:
2. Bildung fördern – Zukunftschancen eröffnen
3. Gründen, Fördern – Berlin stärken
4. Rahmenbedingungen verbessern – Handwerk stärken
5. Innovatives Handwerk nutzen – Energiewende gestalten
6. Handwerk in der Öffentlichkeit – Image pflegen

Die erste Bilanz nach einem Jahr kann sich sehen lassen. Von den insgesamt 32 Maßnahmen sind inzwischen 10 umgesetzt. Dazu zählt beispielsweise die Anhebung der Wertgrenzen für Öffentliche Ausschreibungen, die Einräumung eines Stimmrechtes bei den ESI-Strukturfonds der Europäischen Union oder etwa der Erhalt des Kompetenzzentrums für Handwerkerinnen.
An weiteren 17 Maßnahmen wird aktuell gearbeitet und wir sind zuversichtlich, dass diese in 2016 erfolgreich umgesetzt werden, beispielsweise Maßnahmen zur Gewinnung von Studienabbrechern für eine Ausbildung im Handwerk, der gezielten Förderung von leistungsstarken Jugendlichen sowie der Fortführung der Meistergründungsprämie.

Bei fünf wichtigen Maßnahmen -  Aufdeckung und Ahndung von Schwarzarbeit, Rahmenverträge für Kleinreparaturen, der Einführung eines Eneo-Gewerbeenergiepasses, die verpflichtende Kontrolle des hydraulischen Abgleichs -  steht die politische Entscheidung über die Umsetzung noch aus. Bei zwei Maßnahmen gibt es noch keine Fortschritte.  Hier wird die Handwerkskammer Berlin in 2016 versuchen, vereinbarte Maßnahmen noch zum Erfolg zu bringen.

Alle 32 Maßnahmen im Detail (PDF)

Studie: Verwaltungshandeln bremst Bauwirtschaft in Berlin

 

Die Studie hat die Bearbeitungsdauer von verkehrsrechtlichen Anordnungen bzw. Sondernutzungsgenehmigungen und die mangelhafte Ausschöpfung von Baumitteln untersucht. Sie wurde von der Handwerkskammer Berlin und der Fachgemeinschaft Bau in Auftrag gegeben und ist eine Maßnahme aus dem zwischen Berliner Handwerk und Senat vereinbarten Aktionsprogramm Handwerk 2015-2017.

Kurzfassung (PDF, 6 Seiten) und Langfassung (PDF, 100 Seiten) der Studie "Betriebliche und regionalwirtschaftliche Auswirkungen von Verwaltungshandeln auf die Bauwirtschaft in Berlin"

Fazit: Zu lange Genehmigungsverfahren verursachen immensen Auftragsstau. Mangelhafte Mittelausschöpfung reduziert Wertschöpfung und schwächt Berlins Arbeitsmarkt.

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Ergebnisse des Aktionsprogramms 2012-2014

 

Zwei Ergebnisse des vorangegangenen Aktionsprogramms:
 
Die Reform der Parkraumbewirtschaftung im November 2012 mit dem Handwerkerparkausweis: ein unbürokratischeres Verfahren zum Parken in Parkzonen berlinweit.

Die Kooperationsplattform www.marktreif.berlin: Sie ermöglicht innovativen Betrieben schnellen Zugang und Kontakte zu Wissenschaft und Industrie. Ende 2014 haben IHK Berlin, Berlin Partner GmbH und Handwerkskammer Berlin dieses Projekt verwirklicht.

Rückfragen zum Thema beantwortet:

Arne Lingott
Dipl.-Kfm.

Telefon +49 30 259 03 - 359
E-Mail lingott(at)hwk-berlin.de