© Handwerkskammer Berlin

Nachlese zur Craftsmen‘s Corner

Am Freitag, dem 08.09.2017 trafen sich anlässlich der Langen Nacht der Startups Akteure aus dem Berliner Handwerk und der Startup-Szene an der Handwerkskammer Berlin zu einem gemeinsamen Workshop. Eingeladen waren Startups mit handwerkstauglichen Lösungen und Handwerksbetriebe auf der Suche nach digitalen Lösungen für Ihre „täglichen Schmerzen“ oder einfach nur mit Interesse an neuen Kooperationen.

Mit Unterstützung durch die Verbundberatung Berlin bekamen insbesondere Startup-Vertreter einen Eindruck von der Arbeitsweise und den Herausforderungen im Handwerk. Der Blick in die Tischler- und Malerwerkstatt eröffnete Sichtweisen, die bis dahin noch nicht jedem bewusst waren.

Ein Startup berichtet

Bertram Wildenauer und Nick Sonnenberg – Gründer des Startups „Meisterwerk“ – stellten ihre Vorgehensweise bei der Entwicklung einer handwerksgerechten digitalen Lösung für Bau- und baunahe Gewerke vor.  Besonders der Dialog mit Betrieben und akribische Analyse der Anforderungen kennzeichnen ihr Herangehen. Ein abgerundetes Bild über die tatsächlichen Probleme im Firmenalltag entsteht durch Gespräche mit Führungskräften und Mitarbeitern aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Das hilft eine zielgruppenspezifische und anwenderorientierte Lösung zu entwickeln.
Danach ging es in der Maler-Werkstatt an die Arbeit. Drei Themen standen zur Auswahl, die angelehnt an das Lean Canvas-Modell gemeinsam bearbeitet wurden.

Die drei Fragezeichen – drei Lösungsansätze

Bei der Frage nach einer passenden Austauschmöglichkeit zwischen Handwerk und Startup-Szene wurde als Hauptproblem identifiziert, das es bislang noch keine wirklich aktive Community gibt. Die Schaffung von Austauschformaten mit online- und offline-Elementen, ist eine Lösungsmöglichkeit, bei der beide Seiten profitieren und Synergien nutzen können. Die Ergänzung von offline-Veranstaltungen, wie mit diesem Workshop begonnen, durch Onlineangebote (z.B. mit der XING-Gruppe Berliner Handwerk digital) ist für den kontinuierlichen Austausch optimal und hilft beiden Seiten, passende Partner zu finden. Dabei sollen schon vorhandene Foren, wie beispielsweise das der Handwerksjunioren, mit genutzt werden.
  
Auch für die Ausbildungsfrage kristallisierte sich der regelmäßige Austausch untereinander als effektiver Lösungsansatz heraus. Die Möglichkeit der Verbundausbildung ermöglicht beiden – sowohl Startups als auch Handwerk - Einblick in die  jeweils andere Branche. Auszubildenden im Handwerk wird der Zugang zu digitalen Kompetenzen erleichtert. Startups gewinnen durch die Nähe zu Betrieben wertvollen Input für bedarfsgerechte Angebote und können Vertrauen aufbauen. Neben persönlichen Kontakten spielt auch hier die Online-Verknüpfung eine wichtige Rolle.

Eine weitere Fragestellung widmete sich der Thematik wie urbane Mobilität im Handwerk zukünftig gestaltet werden kann. Die Möglichkeit auf neue Mobilitätslösungen zurückgreifen zu können, wurde von den Handwerksunternehmen positiv aufgenommen, da einige Unternehmen ihre Fahrzeuge nicht ausreichend ausgelastet bekommen, während andere Unternehmen Mobilitätsengpässe zu Stoßzeiten aufweisen. Daraufhin wurden verschiedene Mobilitätskonzepte erarbeitet, diskutiert und vertieft.

Und wie geht’s nun weiter?

Unter dem Motto „Berliner Handwerk digital“ war der Workshop Auftakt zu einer Reihe von Angeboten, die das kooperative Zusammenarbeiten zwischen beiden Seiten fördern soll. Teilnehmer kamen bei einem handwerklich hergestellten Berliner Bier, gesponsert von Brewbaker und leckeren Spluffins ins Gespräch. Sie waren sich einig, dass die Keimzelle der Community nun da ist. Mit dem Wunsch, an dieser Stelle nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu machen und eine aktive Gemeinschaft auszubauen, gingen sie anschließend zur Langen Nacht der Startups über.

Der nächste Termin wird möglicherweise als XING-Gruppentreffen organisiert. Termin folgt in Kürze.

© Handwerkskammer Berlin

Kontakt

Ihre Rückfragen richten Sie bitte an die Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT):