Arbeitsschutz im Handwerksbetrieb

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Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sind im Handwerksbetrieb wesentliche Aspekte eines erfolgreichen Unternehmens. Die fundierte Ausbildung des Betriebsinhabers, im Regelfall und sinnvoller Weise mit der Meisterprüfung abgeschlossen, ist die beste Voraussetzung für die Einhaltung der gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften. Dabei sind in jeder Branche unterschiedliche Vorschriften von Bedeutung (Umgang mit Chemikalien, Schweißarbeiten, Höhenarbeitsplätze, Lärm, Tragen von Lasten, Schutzkleidung).

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Das gilt auch für das Handwerk. Trotzdem sind die Belastungen für die Mitarbeiter zum Teil erheblich und führen dazu, dass nicht jeder Mitarbeiter seine jeweilige Tätigkeit bis zur Verrentung auszuführen kann. Dieses Problem wird sich mit der kontinuierlichen Anhebung des Renteneintrittsalters in den nächsten Jahren verschärfen. 

Der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaften haben Regelungen erlassen, die Arbeitnehmer vor übermäßigen Belastungen schützen sollen. So hat der Unternehmer für jeden Beschäftigten eine Gefährdungsbeurteilung in schriftliche Form zu erstellen. Dabei kann Ihnen eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt Hilfestellung leisten (BGV A2).

 

Merkblatt und weitere Informationen:

 

Merkblatt zum Arbeitsschutz

Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Berufsgenossenschaften im Überblick auf der Seite der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Tipp:

 

Für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten hat die gesetzliche Unfallversicherung (VBG) die App VBG Praxis-Check entwickelt, mit der Sie Gefährdungsbeurteilungen dokumentieren, eine To-do-Liste einrichten und abarbeiten können.

Unternehmermodell für kleine Betriebe

Wenn es von Ihrer Berufsgenossenschaft für Ihr Unternehmen angeboten wird, ist für Unternehmen bis zu 10 Mitarbeiter statt externer Fachleute auch das Unternehmermodell anwendbar, bei dem der Unternehmer selbst nach entsprechender Schulung Teile dieser Aufgaben übernimmt. Bitte fragen Sie bei Ihrer Berufsgenossenschaft nach.

Kontakt

Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)* und Fachkraft für Arbeitssicherheit

Dr. Martin Peters

Telefon +49 30 259 03 - 460
E-Mail peters(at)hwk-berlin.de