Fördermöglichkeiten


Förderprogramm

Zuschüsse für Berliner Ausbildungsbetriebe

Ein Programm der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. 

Unternehmen können über das Förderprogramm der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen für:

  • die Ausbildung im Verbund mit anderen Betrieben, freien Trägern, schulischen oder hochschulischen Einrichtungen mit Sitz im Land Berlin und 
  • bei der Ausbildung in sog. Splitterberufen,
  • sowie bei der Ausbildung bestimmter Zielgruppen (benachteiligte Jugendliche, frauenatypische Berufe, Alleinerziehende, Übernahme aus Insolvenzbetrieben / Betriebsstilllegungen)

finanzielle Unterstützung erhalten.

Das Programm richtet sich an Berliner Unternehmen der privaten Wirtschaft und aller Wirtschaftsbereiche aus Handwerk, Industrie, Handel, Land- und Forstwirtschaft sowie der freien Berufe.

Wie und wann kann hierfür ein Antrag auf Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin gestellt und welche Voraussetzungen müssen dabei erfüllt werden, wir beraten Sie gern!

Mehr Ausbildung für Berlin

Dilek Kolat (4.v.l.), Stephan Schwarz (3.v.r.), und Wolfgang Lüttgens (r.) im Charlottenburger Familienbetrieb Wolfgang Lüttgens GmbH & Co. KG © Foto: Brunner

„Berlin braucht mehr betriebliche Ausbildungsplätze. Wenn wir den Fachkräftebedarf der Zukunft sichern wollen, muss mehr ausgebildet werden. Dabei wollen wir nicht nur die Möglichkeiten der Verbundausbildung stärker nutzen, es werden auch mehr Jugendliche eine Chance erhalten, deren Erfolg bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bisher nur sehr gering war. Mit den neuen Förderrichtlinien unterstützt Berlin Unternehmen, die zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten und so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten. Aber nicht nur die Unternehmen profitieren, sondern insbesondere die Jugendlichen, für die der Ausbildungsplatz einen wichtigen Schritt für ihre künftige berufliche Entwicklung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darstellt.“ (Dilek Kolat, Senatorin Arbeit, Integration und Frauen)

Aktuelles

Der neue Förderflyer ist da!

Pünktlich zum Beginn der Ausbildungsrunde 2015/2016 wurde der Förderflyer FBB vollständig überarbeitet und barrierefrei gestaltet. Die aktuellen Förderinstrumente und wesentlichen Inhalte des Programm werden kurz und  übersichtlich dargestellt.

© Handwerkskammer Berlin

Antragsfrist für die Ausbildungsrunde 2016/2017

© Colourbox.de

Bitte beachten Sie die Antragsfrist gemäß Abschnitt 4.1 Abs. 1 S. 1 der Verwaltungsvorschriften von 6 Monaten ab Beginn des Ausbildungsverhältnisses

Der Antrag kann bereits nach Abschluss des Ausbildungsvertrages gestellt werden. Zur fristwahrenden Antragstellung ist lediglich der vollständig ausgefüllte, eigenhändig unterschriebene und mit dem Firmenstempel versehene Förderantrag einzureichen. Begleitende Unterlagen können, soweit sie zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vorliegen, nachgereicht werden.

Dementsprechend müssen Förderanträge zur Ausbildungsrunde 2016/2017 -zum Beispiel mit Ausbildungsbeginn zum 01.09.2016 spätestens am 28.02.2017 oder mit Ausbildungsbeginn zum 01.08.2016 spätestens am 31.01.2017- bei der Handwerkskammer eingehen. 

Verspätet eingereichte Förderanträge können nicht berücksichtigt werden. Eine Antragstellung nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist nicht möglich.

 

 

Änderung der Förderrichtlinien

Geänderte Fassung der Verwaltungsrichtlinien für alle Ausbildungsverhältnisse mit Beginn ab 15.08.2015

Mit Senatsbeschluss vom 28.07.2015 wurden die Verwaltungsvorschriften zur Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin geändert. Dies wurde erforderlich aufgrund einer Änderung der EU-Verordnung. Folgende Änderungen wurden in Nr. 1 Absatz 2 vorgenommen:

In Nummer 1 wird der Absatz 2 wie folgt neu gefasst:
„(2) Die Förderungen werden auf der Grundlage der Verordnung
(EU) Nummer 651/2014 der Kommission vom 17. Juni
2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen
von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel
107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen
Union (ABl. L 187 vom 26. Juni 2014, S. 1, L 283 vom
27. September 2014, S. 65) gewährt.
Einem Unternehmen, das einer Rückforderungsanordnung aufgrund
eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung
der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit
mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen ist, dürfen
keine Einzelbeihilfen gewährt werden (Artikel 1 Nummer 4
Buchstabe a der in Satz 1 genannten EU-Verordnung).“

Die geänderten Verwaltungsvorschriften treten am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Diese erfolgte im Amtsblatt Nr. 33 am 14. August 2015. Demnach gelten die aktuellen Verwaltungsvorschriften für alle Berliner Berufsausbildungsverhältnisse mit Beginn ab 15.08.2015 bis 31.03.2018.

 

 

Förderung kommt an!

Hat ein Herz für Autos und Azubis: Meister Erdinc Zayim (r.) und Lehrling David S. in der Reinickendorfer Werkstatt. © Handwerkskammer Berlin

Antragstellung

Formulare und Merkblätter

Für alle Berufsausbildungsverhältnisse mit Beginn ab/nach dem 15.08.2015 sind die Verwaltungsvorschriften über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin vom 28. Mai 2013 (ABl. Nr. 26, S. 1142 - 1145 vom 14.06.2013), geändert durch Verwaltungsvorschriften vom 26. August 2014 (ABl. Nr. 37, S. 1702 vom 05.09.2014), welche zuletzt durch Verwaltungsvorschriften vom 28. Juli 2015 (ABl. Nr. 33, S. 1714 vom 14.08.2015) geändert worden sind, maßgeblich.

Bitte beachten Sie unbedingt die Antragsfrist  von 6 Monaten ab Beginn des Ausbildungsverhältnisses gemäß Abschnitt 4.1 Abs. 1 S. 1 der Verwaltungsvorschriften.

 

 

© Colourbox.de

Fragen?

Tel. +49 30 259 03 - 382 oder 383 

fbb(at)hwk-berlin.de 

Verbundausbildung, 2.1 VwV

Im eigenen Betrieb können nicht alle vorgesehenen Ausbildungsinhalte vermittelt werden? Das Förderprogramm bietet die Möglichkeit, die Kosten einer Verbundausbildung mit anderen Betrieben, Bildungsträgern oder schulischen / hochschulischen Einrichtungen mit Sitz im Land Berlin zu bezuschussen, um die Ausbildungsqualität sicherzustellen.

auswärtige Berufsschule in sog. Splitterberufen, 2.2 VwV

Splitterberufe sind die Ausbildungsberufe, die im Land Berlin so selten ausgebildet werden, dass keine eigene Berufsschulklasse zustande kommt.

Benachteiligte Jugendliche, 2.4 VwV

Jugendliche mit fehlender oder geringer schulischer Qualifikation haben schlechtere berufliche Startchancen. Durch das Förderprogramm wird diesen Jugendlichen vielfach eine berufliche Integration ermöglicht.

Förderfähig sind Betriebe, die Jugendliche, die keinen Schulabschluss (Abgangszeugnis) besitzen, lediglich über die Berufsbildungsreife (bisher "einfacher Hauptschulabschluss") verfügen oder für die bei Schulabgang sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt war, ausbilden.

Frauen in sog. frauenatypischen Berufen, 2.5 VwV

Die traditionellen Männerberufe sind Frauen weitgehend verschlossen. Berliner Unternehmen erhalten Anreize, Mädchen bzw. junge Frauen in diesen Berufen auszubilden. Bei sogenannten frauenatypischen Berufen beträgt die Quote der weiblichen Auszubildenden weniger als 20 %.

Alleinerziehende, 2.6 VwV

Antragsberechtigt sind Betriebe, die einer allein erziehenden Person mit mindestens einem Kind, das das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, einen Ausbildungsplatz im Rahmen der beruflichen Erstausbildung zur Verfügung stellen.

Als allein erziehend gelten ledige, geschiedene, verwitwete sowie von ihren Lebenspartnern oder Lebenspartnerinnen getrennt lebende Personen, die allein in häuslicher Gemeinschaft mit dem Kind leben.

Auszubildende aus Insolvenzbetrieben / Betriebsstilllegungen, 2.7 VwV

Auszubildende, die ihren Ausbildungsplatz durch Insolvenz des Betriebes oder des Trägers, Stilllegung des Betriebes oder in Folge einer von der zuständigen Landesbehörde gemäß § 33 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) oder § 24 der Handwerksordnung ausgesprochenen Untersagungen des Einstellens und Ausbildens im Land Berlin verloren haben, können ihre Ausbildung nicht beenden und haben damit schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 

Die Weiterführung der Ausbildung im übernehmenden Betrieb kann durch FBB gefördert werden. 

wichtige Hinweise

Anträge zur Förderung von Berufsausbildungsverhältnissen im Land Berlin können bei der Handwerkskammer Berlin (FBB) gestellt werden. 

Die Antragstellung muss bis spätestens sechs Monate nach Ausbildungsbeginn erfolgen und ist bereits nach Abschluss des Ausbildungsvertrages möglich. Die Probezeit oder die Eintragung des Ausbildungsvertrages bei der zuständigen Kammer braucht nicht abgewartet werden.

  • Antragsteller ist immer der Ausbildungsbetrieb, der den jeweiligen Ausbildungsvertrag hält
  • förderfähig sind Berliner Betriebe, die privatwirtschaftlich organisiert sind (ohne Mehrheitsbeteiligung der öffentlichen Hand); ebenso Freiberufler 
  • auswärtige Betriebe (Hauptsitz außerhalb von Berlin) können eine Förderung beantragen, wenn zumindest eine Filiale oder eine Niederlassung in Berlin besteht, und das Ausbildungsverhältnis bei einer Berliner Kammer registriert ist
  • die Antragstellung muss bis spätestens sechs Monate nach Ausbildungsbeginn erfolgen und ist bereits nach Abschluss des Ausbildungsvertrages möglich; eine Antragstellung nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist nicht möglich
  • Voraussetzung für eine Förderung ist die Fortsetzung der Ausbildung nach der Probezeit
  • eine Förderung nach 2.2, 2.4, 2.5, 2.6 und 2.7 VwV kann nur erfolgen, soweit es sich um eine Erstausbildung handelt; liegt zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns z.B. eine abgeschlossene Berufsausbildung/Studium oder ein anerkannter ausländischer Abschluss vor kann keine Förderung erfolgen
  • eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn von Dritten für die genannten Zwecke (siehe Übersicht der Fördermaßnahmen) aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder tarifvertraglicher Regelungen Leistungen zu erbringen sind oder tatsächlich erbracht werden. Eine Doppelförderung findet nicht statt.

Kontakt

Hier bekomme ich Beratung & Hilfe

Norman Popp
Ass.jur.

Telefon +49 30 259 03 - 381
E-Mail n.popp(at)hwk-berlin.de

Teampostfach fbb(at)hwk-Berlin.de

Fax +49 30 259 03 - 380

Postanschrift

Handwerkskammer Berlin
Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB)
Blücherstr. 68
10961 Berlin

 

 

Olav Maszull

Telefon +49 30 259 03 - 382
E-Mail maszull(at)hwk-berlin.de

Corinna Lehmann

Telefon +49 30 25903 - 383
E-Mail clehmann(at)hwk-berlin.de