Coron-Hilfen für Unternehmen
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Finanzielle Hilfen für Betriebe

Hier finden Sie alle Informationen zu Corona-Hilfen für Betriebe und Selbständige, Entschädigungen, Kurzarbeit sowie Ansprechpartner*innen der Handwerkskammer Berlin.

Liquiditätshilfen und außerordentliche Wirtschaftshilfe

Der  Bund und derBerliner Senat haben Maßnahmenpakete beschlossen, mit denen Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden.

Das nachfolgende Schaubild des Bundesfinanzministeriums gibt hierzu einen ersten  Überblick zum Herunterladen:

Aktuelle Corona-Hilfen - Grafik des BMF
Bundesministerium der Finanzen



Novemberhilfe und Dezemberhilfe

  • Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021.

  • Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

  • Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

  • Wenn Sie  einen Änderungsantrag stellen oder die Kontoverbindung ändern möchten, muss diese Antragstellung erneut durch einen prüfenden Dritten erfolgen.

 Fragen und Antworten zu den November- und Dezemberhilfen finden Sie auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums.

Auch der ZDH hat eine  FAQ-Liste für die außerordentliche Wirtschaftshilfe zusammengestellt.





Überbrückungshilfe III

Die bisherige Überbrückungshilfe II wird über das Jahresende hinaus bis Ende Juni 2021 verlängert und ausgeweitet. Die Details dieser  Überbrückungshilfe III im Überblick:

Antragsberechtigung

  • Antragsberechtigt sind Betriebe und Solo-Selbstständige, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt.

  • Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021.

  • Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt; Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

Leistungen

Die Höhe des monatlichen Zuschusses / der monatlichen Fixkostenerstattung orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019. Sie beträgt maximal 1,5 Mio. Euro pro Monat – es gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts – und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und,
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Förderfähige Fixkosten bei der Leistungsgewährung

Die Erstattung fortlaufender fixer Betriebskosten erfolgt gemäß einer Positivliste, die Sie in den  FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe III“ unter Punkt 2.4 finden:

  • Zu den förderfähigen Fixkosten zählen unter anderem Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, etc.

  • Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.

  • Neben baulichen Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten werden Investitionen in die Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt und gefördert. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.

  • Die Ausgaben für Hygienemaßnahmen, zu denen auch Einmalartikel zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen, wie Schnelltests, Desinfektionsmitteln und Schutzmasken, gehören, sind förderfähig. Sie sind zudem entgegen der sonst gültigen Vorgaben auch dann förderfähig, wenn sie nach dem 1. Januar 2021 begründet sind.

Weitere Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III: Eigenkapitalzuschuss

  • Anspruchsberechtigt sind Betriebe mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.

  • Der Eigenkapitalzuschuss richtet sich nach dem Betrag, den ein Betrieb bei der Überbrückungshilfe III für Fixkosten erstattet bekommt.

  • Dieser Zuschuss ist gestaffelt und beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 (gemäß  FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe III“ unter Punkt 2.4) erstattet bekommt:

    Bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in drei Monaten des Förderzeitraumes erhalten betroffene Betriebe einen Zuschlag von 25 Prozent auf die Erstattung der genannten Fixkosten im dritten Monat.

    Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent

    Im fünften und für jeden weiteren Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag noch einmal auf 40 Prozent für diese Monate.

  • Berechnungsbeispiele finden Sie in den  FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe III“ unter Punkt 2.1.

  • Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

  • Betriebe, die bereits einen Erstantrag auf Überbrückungshilfe III gestellt haben, werden den neuen Eigenkapitalzuschuss mit einem Änderungsantrag (siehe weiter unten) beantragen können.

Antragstellung

Die  Antragstellung erfolgt bundeseinheitlich über die Webseite  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de und ist bis zum 31. August 2021 möglich:

  • Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte).

  • Sollten Sie Hilfe bei der Beantragung benötigen, so möchten wir Sie auf einen Service der  Steuerberaterkammer Berlin hinweisen: Sie bietet Ihnen online eine Liste mit den Kontaktdaten von Kanzleien, die sich bereit erklärt haben, hilfesuchende Unternehmen bei der Beantragung zu unterstützen. Die Liste wird dort regelmäßig aktualisiert.

  • Die reguläre Auszahlung startet im März 2021.

Änderungsantragstellung

Zur Möglichkeit der  Stellung von Änderungsanträgen finden Sie in den  FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe III“ Informationen unter den Punkten 3.4 in Verbindung mit 3.7 und 3.16:

  • Bei der Überbrückungshilfe III ist für jede Antragstellerin bzw. jeden Antragsteller maximal eine Antragstellung bis zum 31. August 2021 möglich. Diese kann durch einen Änderungsantrag ergänzt werden (vgl. 3.7 und 3.16). (s. 3.4).

  • Wurden im Erstantrag nicht für alle acht Monate (November 2020 bis Juni 2021) eine Förderung beantragt, so können weitere Monate dann per Änderungsantrag beantragt werden. In diesem Fall können sich abhängig von der Bearbeitung durch die Bewilligungsstellen in den einzelnen Ländern Verzögerungen zwischen der Stellung von Änderungsanträgen und der Auszahlung ergeben. (s. 3.4)

  • Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden wird in einem späteren Release des digitalen Antragssystems ermöglicht. (s. 3.16)

  • Ein Änderungsantrag kann nur gestellt bzw. die Änderung der Kontoverbindung kann nur vorgenommen werden, wenn zuvor ein Erstantrag bereits bewilligt bzw. teilbewilligt wurde. Dieser Antrag richtet sich an diejenigen, die (nachträglich) eine Erhöhung des Förderbetrags beantragen.

  • Wenn Sie  einen Änderungsantrag stellen oder die Kontoverbindung ändern möchten, muss diese Antragstellung erneut durch einen prüfenden Dritten erfolgen.

Abschlagszahlungen

  • Abschlagszahlungen können im Laufe des Monats Februar 2021 in einem vereinfachten Antragsverfahren über die Plattform  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de geltend gemacht werden.

  • Antragsberechtigte, die ihren Antrag über prüfende Dritte stellen, erhalten bei ihrem Erstantrag als Vorauszahlung auf die endgültige Förderung durch die Bewilligungsstelle eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung, jedoch höchstens 100.000 Euro pro Fördermonat.

  • Die Auszahlungen der Abschlagszahlungen beginnen ab dem 15. Februar 2021.

Weitere Informationen finden Sie in einem  Überblick zur Überbrückungshilfe III und in einer  umfangreichen Sammlung von Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe III sowie auf den Seiten des  Bundesfinanzministeriums.



Neustarthilfe Berlin für KMU

Antragsberechtigt für die  Neustarthilfe Berlin für KMU sind Berliner Betriebe,

  • die einen gewerbesteuerpflichtig bei einem Berliner Finanzamt gemeldeten Haupt- oder Betriebssitz haben,
  • die bis zu 5 Mitarbeitende (in Vollzeitäquivalenten) beschäftigen und
  • denen Überbrückungshilfe III bewilligt wurde.

Antragsberechtigte Betriebe, welche die Überbrückungshilfe III ausgezahlt bekommen haben, werden durch die IBB über die Möglichkeit einer Beantragung der Neustarthilfe Berlin informiert. Die Antragstellung kann dann nach der persönlichen Information durch die IBB mittels eines kurzen elektronischen Antragsformulars direkt und ohne einen prüfenden Dritten auf Basis der bereits in der Überbrückungshilfe III abgegebenen Daten erfolgen.

Die Förderung im Überblick:

  • Es wird zunächst vorläufig ein pauschaler Zuschuss in Höhe von 1.000 EUR für jeden Monat im Zeitraum Januar – Juni 2021 ausgezahlt, in dem Überbrückungshilfe III bewilligt wurde. Der vorläufig ausgezahlte Zuschussbetrag beträgt somit maximal 6.000 EUR.

  • Im Rahmen einer Schlussabrechnung, voraussichtlich zum 30.06.2022, wird die Antragsberechtigung abschließend überprüft und die Neustarthilfe Berlin endgültig bewilligt. Sofern die Antragsberechtigung in einem der Monate im Bewilligungszeitraum nicht vorliegt, sind entsprechend der vorläufigen pauschalen Bewilligung je Monat 1.000 EUR zurückzuzahlen.

  • Der Geschäftsbetrieb muss mindestens bis zum 30.06.2021 aufrechterhalten werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IBB unter  Neustarthilfe Berlin.



Neustarthilfe des Bundes

Mit der Neustarthilfe soll die wirtschaftliche Existenz von Solo-Selbstständigen gesichert werden, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Soloselbstständige können im Rahmen der Überbrückungshilfe III statt einer Einzelerstattung von Fixkosten eine einmalige Betriebskostenpauschale als Vorschuss ( „Neustarthilfe“) erhalten.

Antragsberechtigung

  • Die Neustarthilfe steht Solo-Selbstständigen zu, die ihr Einkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbstständigen oder gleichgesetzten Tätigkeit erzielt haben.

  • Eine gleichzeitige Antragstellung für eine Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III ist nicht möglich.

  • Die selbstständige Geschäftstätigkeit muss vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen worden sein.

Leistungen

  • Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt. Hinweise zur Berechnung des Referenzumsatzes finden Sie in den  FAQ zur Neustarthilfe speziell unter den Punkten 3.2 und 3.3.

  • Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen.

  • Die volle Betriebskostenpauschale erhält, wessen Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgeht.
    Das bedeutet aber auch: Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

  • Nach Ablauf des Förderzeitraums sind die Empfängerinnen und Empfänger der Neustarthilfe verpflichtet, bis spätestens 31. Dezember 2021 eine Endabrechnung über ein Online-Tool auf der Seite  direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zu erstellen. Erläuterungen hierzu finden Sie in den  FAQ zur Neustarthilfe speziell unter Punkt 4.6.

  • Der Zuschuss zu den Betriebskosten wird nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet und auch nicht bei der Ermittlung des Einkommens zur Bestimmung des Kinderzuschlags berücksichtigt.
Antragstellung

  • Die Antragstellung für die Neustarthilfe erfolgt direkt, d. h. ohne prüfenden Dritten (siehe  Direktantrag), wenn Sie bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben und die Höhe der zu beantragenden Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe höchstens 5.000 Euro (ansonsten ist die Antragstellung über einen prüfenden Dritten möglich) beträgt. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das  ELSTER-Portal beantragen. In den  FAQ zur Neustarthilfe finden Sie unter Punkt 4.1 wichtige Informationen zur Beantragung.

  • Der Antrag kann einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

  • Für Fragen zur Direktbeantragung hat das Bundeswirtschaftsministerium eine  Hotline eingerichtet. Sie erreichen diese unter der Telefonnummer  +49 30 12002-1034.

Weitere Informationen finden Sie auf dieser  Informationsseite und in den  FAQ zur Neustarthilfe.



Neustarthilfe Berlin für Solo-Selbstständige

Antragsberechtigt für die  Neustarthilfe Berlin für Solo-Selbstständige sind Berliner Solo-Selbstständige,

  • die zuvor die Neustarthilfe des Bundes erhalten haben und der erhaltene Zuschuss weniger als 7.500 EUR beträgt und

  • die im Hauptberuf eine selbstständige Tätigkeit, die im Land Berlin zu versteuern ist, allein, d.h. ohne angestellte Beschäftigte, ausüben.

Antragsberechtigte Soloselbstständige, welche die Neustarthilfe vom Bund ausgezahlt bekommen haben, werden durch die IBB über die Möglichkeit einer Beantragung der Neustarthilfe Berlin informiert. Die Antragstellung kann dann nach der persönlichen Information durch die IBB mittels eines kurzen elektronischen Antragsformulars direkt und ohne einen prüfenden Dritten auf Basis der bereits in der Neustarthilfe des Bundes abgegebenen Daten erfolgen.

Die Förderung im Überblick:

  • Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem erhaltenen Zuschuss in der Neustarthilfe des Bundes. In diesem Kontext erhöht das Land Berlin den 50%-Bundeszuschuss um bis zu weitere 25% Landeszuschuss. Insgesamt werden damit bis zu 75 % des im Rahmen der Neustarthilfe des Bundes zu Grunde gelegten Referenzumsatzes bezuschusst.

  • Beispiel 1: Eine Solo-Selbstständige hat einen Zuschuss im Rahmen des Bundesprogramms Neustarthilfe in Höhe von 5.000 EUR ausgezahlt bekommen. Im Rahmen der Neustarthilfe Berlin kann sie zusätzlich 2.500 EUR erhalten.

  • Beispiel 2: Eine Solo-Selbstständige hat einen Zuschuss im Rahmen des Bundesprogramms Neustarthilfe in Höhe von 7.000 EUR erhalten. Im Rahmen der Neustarthilfe Berlin kann die zusätzlich 500 EUR erhalten, da der maximale Zuschussbetrag aus Bundes- und Landesmitteln kumuliert 7.500 EUR nicht überschreiten darf.

  • Der maximale Betrag aus Bundes- und Landesmitteln darf zusammen 7.500 EUR nicht überschreiten.

  • Der Geschäftsbetrieb muss mindestens bis zum 30.06.2021 aufrechterhalten werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IBB unter  Neustarthilfe Berlin.



Härtefallhilfen des Bundes

Die Härtefallhilfen unterstützen Betriebe und Solo-Selbständige, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an solche Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe. Das jeweilige Bundesland legt die Antragsvoraussetzungen im Detail fest.

Nachfolgend erläutern wir Ihnen die  Härtefallhilfe in Berlin:

  • Ziel der Härtefallhilfen ist es, diejenigen Betriebe und Solo-Selbständigen zu unterstützen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen unter den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, die grundsätzlich aber förderwürdige Fixkosten aufweisen, und deren wirtschaftliche Not existenzbedrohend ist und eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt wurde. Eine existenzbedrohende Situation liegt im Sinne des Programms dann vor, wenn der Fortbestand des Unternehmens absehbar nicht gesichert ist und die Lage auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist

  • Antragsberechtigt sind Betriebe, die sich in einer existenzbedrohenden Situation befinden, die auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist, und die aktuell keinen Zugang zu einem Corona-Hilfsprogramm des Bundes und des Landes Berlin haben. Beide Merkmale müssen geprüft sein und im Antrag begründet werden.

  • Die  Antragstellung muss über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte) erfolgen und ist bis zum 30. September 2021 möglich.

  • Die Höhe der Unterstützungsleistung orientiert sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der  Überbrückungshilfe III, d. h. insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Förderung im Förderzeitraum von November 2020 bis Juni 2021 beträgt mindestens 2.000 Euro und sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

Ausführliche Informationen können Sie den  Fragen und Antworten zur Härtefallhilfe in Berlin sowie den  Informationen zur Härtefallhilfe der IBB entnehmen.



Überbrückungshilfe II für kleine und mittlere Unternehmen

  • Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 31. März 2021.

  • Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

  • Die Korrektur der IBAN ist ebenfalls bis zum 30. Juni 2021 möglich.

  • Wenn Sie einen  Änderungsantrag stellen oder die Kontoverbindung ändern möchten, muss diese Antragstellung erneut durch einen prüfenden Dritten erfolgen.

Die Webseite  „Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen“ sowie eine  Übersicht zu den Details liefern Ihnen alle Informationen zu diesem Soforthilfeprogramm. 





Unterstützung für Berliner Unternehmen von der Bürgschaftsbank Berlin: Corona-Sofortkredit 250

Zur Zwischenfinanzierung bis zur Auszahlung der Bundeshilfen dient das Programm  Corona-Sofortkredit 250 der Bürgschaftsbank Berlin (BBB). Die BBB übernimmt ab sofort 90-prozentige Ausfallbürgschaften für Finanzierungen bis zu 250.000 Euro. Der Berliner Senat hat dafür einen Bürgschaftsrahmen in Höhe von 100 Millionen Euro bewilligt. Die Hausbanken können somit schneller Geld auszahlen, um die Liquidität in den Betrieben zu sichern. Die Betriebe verpflichten sich bei Antragstellung, ausgezahlte Bundeshilfen unverzüglich zur Tilgung des gewährten Kredites einzusetzen.

Die wichtigsten Eckdaten des  Corona-Sofortkredit 250 sind:

  • Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen sowie freiberuflich Tätige
  • Nachweis der Antragstellung auf Corona-Überbrückungsfinanzierung
  • Einwandfreie Kontoführung seit 01.01.2019 und Crefo-Index ≤ 349 entscheidend
  • Kein Bearbeitungsentgelt
  • Bürgschaftsprovision 0,25 Prozent p. a, mind. 250,00 EUR, zzgl. Risikoprämie für Bund und Land i. H. v. 0,50 Prozent p. a.
  • Laufzeit kann max. 6 Jahre betragen; die erhaltenen Corona-Hilfen sind unverzüglich zur Tilgung des verbürgten Kredites einzusetzen
  • Bürgschaftszusage i. d. R. innerhalb von einem Bankarbeitstag
  • Weitere Details finden Sie in der Hausbank-Bestätigung innerhalb des  Antragsformulars

Die Antragstellung erfolgt über Ihre Hausbank. Der Antrag kann zunächst bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Das  Antragsformular ist dabei von Ihrer Bank und Ihnen auszufüllen.





Unterstützung für Berliner Unternehmen von der IBB

Sofern Betriebe aufgrund von Forderungsausfällen oder vorübergehenden Umsatzeinbrüchen Liquiditätsengpässe erleiden und dazu Hilfen benötigen, können diese sich an die Investitionsbank Berlin (IBB) wenden, um dort eventuell entsprechende Darlehen oder Soforthilfe (Zuschüsse) zu erhalten. 

Die IBB-Hotline Kundenberatung Wirtschaftsförderung erreichen Sie unter folgender Telefonnummer:   +4930 21254747 oder per E-Mail unter  wirtschaft@ibb.de.

inen Überblick über die Coronahilfen, zu den Förderbedingungen, zur Antragstellung und zum Verfahren erhalten Sie auf der IBB-Webseite  Coronahilfen für Berlin.





Soforthilfe V: Zuschussprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler der gewerblichen Wirtschaft

Die besonders hart von der Corona-Krise betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen der Berliner Wirtschaft mit über 10 und bis zu 100 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage nachrangig zu etwaigen Darlehen wie dem KfW-Schnellkredit beantragen. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Soforthilfe über 25.000 EUR beantragt werden.

Dieser Zuschuss kann für die betrieblich verursachten Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten wie z.B.

  • gewerbliche Mieten oder Pachten
  • Leasingsaufwendungen

eingesetzt werden, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen.

Die Förderung im Detail

  • Der Zuschuss wird nachrangig zu etwaigen Darlehen wie dem KfW-Schnellkredit gewährt.

  • Sofern Ihr Betrieb bereits einen KfW-Schnellkredit beantragt hat, kann ein Tilgungszuschuss von bis zu 20 Prozent der Darlehenssumme beantragt werden. Die Registrierung für das Antragsverfahren ist im Antragsformular für die Soforthilfe "Corona-Zuschuss" ebenfalls möglich. Die Antragstellung pausiert täglich zwischen 18:00 und 9:00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen. Sollte Ihr Antrag auf einen KfW-Schnellkredit noch nicht entschieden sein, warten Sie bitte mit der Antragstellung.

  • Die Höhe der Soforthilfe V beträgt in der Regel bis zu 25.000 EUR.

  • In begründeten Ausnahmefällen können Zuschüsse auch über 25.000 EUR gewährt werden. Bei einem Soforthilfeantrag über 25.000 EUR wird in jedem Fall eine Tiefenprüfung des tatsächlichen Liquiditätsbedarfs über die gesamte beantragte Soforthilfe anhand einzureichender Unterlagen durchgeführt.
Die Antragstellung im Detail

Die Anträge können bis zum 30. Juni 2021 ausschließlich online bei der IBB gestellt werden.

Für die Antragstellung müssen keine Unterlagen eingereicht bzw. hochgeladen werden. Füllen Sie das Antragsformular aus und senden Sie es online an die IBB. Bitte halten Sie folgende Angaben bereit:

  • Name, Straße, PLZ, Rechtsform, Gründungsdatum, Registernummer, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des Unternehmens, Name des Finanzamts
  • Gültiges Ausweisdokument, Name, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer des Inhabers / der gesetzlichen Vertretung
  • Bankverbindung des Betriebes, die Sie beim Finanzamt angegeben haben
  • Liquiditätsplanung über die kommenden 3 bzw. 6 Monate
  • Unterlagen von Darlehen zur Liquiditätssicherung, sofern bereits beantragt
  • Gewerbeanmeldung
  • Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre (ggf. Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) für 2019)
  • Aktuelle BWA 2020 inkl. Summen- und Saldenliste
  • Kopie des Personalausweises oder Reisepasses vom Inhaber/Inhaberin oder gesetzlicher Vertretung
  •  KMU-Selbsterklärung für verflochtene Unternehmen oder KMU-Selbsterklärung für nicht verflochtene/eigenständige Unternehmen
  • Gesellschaftsstruktur/Organigramm

Weitere Informationen und Hinweise können Sie der entsprechenden Webseite der IBB zur Soforthilfe V entnehmen.



Wichtiger Hinweis:
Für den Beantragungszeitraum des Bundesprogramms Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen wird die Antragstellung für den Sofortzuschuss der Soforthilfe V ausgesetzt. Bis auf Weiteres können Sie sich daher nur für den Tilgungszuschuss registrieren.

Kredite für Unternehmen von der KfW

Auch die KfW wird kurzfristig die Versorgung der Unternehmen mit Liquidität unterstützen. Hierzu könne Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt.

KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen





KfW-Schnellkredit für alle Unternehmen, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten: Beantragung über Ihre Bank oder Sparkasse

Für Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen) und alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Warenlager (Betriebsmittel) können Betriebe (unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten) den neuen KfW-Schnellkredit bei Ihrer Bank oder Sparkasse bis zum 31. Dezember 2021 beantragen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • kleinere und große Kreditbeträge - bis zu 1.800.000 Euro
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit
  • auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW, d. h., bei Ihrer Bank verbleibt kein Kreditausfallrisiko
  • keine Sicherheitenstellung durch Sie notwendig – Ihre Hausbank holt nur eine aktuelle Schufa-Auskunft ein

Wichtige Fördervoraussetzungen:

  • Ihr Betrieb ist mindestens seit Januar 2019 am Markt.
  • Ihr Betrieb muss zuletzt Gewinn erzielt haben – entweder im Jahr 2019 oder in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 (bzw. seit Sie am Markt aktiv sind, falls der Zeitraum kürzer ist). Das heißt, ab sofort genügt es, wenn ein Gewinn im Jahr 2019 vorlag.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW unter KfW-Schnellkredit 2020.





Ihre Ansprechpartner*innen

Bitte nutzen Sie auch die Möglichkeit, uns eine E-Mail zu schicken. Wir melden uns schnellstmöglich. Vielen Dank! 

Ihre arbeitsrechtlichen Fragen richten Sie bitte gerne an unsere Rechtsberatung:

Petra Heimhold, Assessorin, Telefon  +4930 25903-391
Steffi Reich, Assessorin, Telefon  +4930 25903-350
Christian Staege, Assessor, Telefon  +4930 25903-393
E-Mail  recht@hwk-berlin.de

Ihre betriebswirtschaftlichen Fragen richten Sie bitte an unsere Betriebsberatung:

Telefon  +4930 25903-467
E-Mail  betriebsberatung@hwk-berlin.de

Ihre Fragen zur Ausbildung richten Sie bitte an unsere Ausbildungsberatung:

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