Inhalt
Aktueller Wertungsstatus

Modellregion Berliner Wald und Holz II

Die Modellregion Berliner Wald und Holz ist ein regionaler Erprobungsraum für eine praxisnahe Umsetzung nachhaltiger beruflicher Bildungsziele in der Forst- und Holzwirtschaft.

Die erfolgreiche Arbeit der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) geförderten Modellregion I (2005-2008) wird fortgeführt und ausgebaut, wobei die Erkenntnisse und Produkte der Verbundprojekte aus dem Förderschwerpunkt „Nachhaltige Waldwirtschaft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) berücksichtigt und integriert werden.

Die Modellregion Berliner Wald und Holz II (2009-2010) setzt sich aus mehreren eigenständigen Projekten zusammen, die von der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e.V. (GFBM e.V.) koordiniert und auf einander abgestimmt werden.

Weitere Informationen und Ergebnisse aus der Modellregion unter:
http://www.bibb.de/nh_29925.htm

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Die Vereinten Nationen haben die Dekade 2005-2014 zur Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" erklärt.
Was sich dahinter verbirgt, viele weitere Informationen, wie die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland umgesetzt wird und welche Möglichkeit zur Beteiligung es gibt, finden Sie auf der Seite der Deutschen UNESCO-Kommission:
http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/05__UN__Dekade__Deutschland/Die_20UN-Dekade_20in_20Deutschland.html

 

Leitgedanke der Modellregion

Dauerhaft nachhaltiges Handeln wird nur erreicht, wenn Nachhaltigkeit
gelebte Wirklichkeit und zum Bestandteil beruflicher Sozialisation wird.

Modellprojekte der Modellregion

  • Holzinformationszentrum
  • Entwicklung und Erprobung von Lehrmaterialien zur Ausbildung von Holzbearbeitungsmechaniker/-innen
  • Möbelpass
  • Der Weg des Holzes vom Wald in die Stadt
  • Forstcamp I und II für Auszubildende
  • Erarbeitung von Wald-Holz-Wertschöpfungsketten
  • Runder Tisch Berliner Wald und Holz

Diese einzelnen Modellprojekte werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Ansprechpartnerinnen für die Modellregion

Koordination:
Gudrun Laufer, GFBM e.V.
Tel. (030) 61 77 64 - 43
laufer(at)gfbm.de

Bundesinstitut für Berufsbildung:
Dagmar Winzier, BIBB
Tel. (0228) 107 - 22 24
winzier(at)bibb.de

Holzinformationszentrum

Unter Leitung der GFBM e.V. und in enger Kooperation u. a. mit den Berliner Forsten, der Humboldt Universität, dem Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk der Handwerkskammer Berlin und der Peter-Lenné-Schule wird ein öffentliches Holzinformationszentrum in der Produktionsschule Sägewerk Grunewald errichtet.

Das Teilprojekt soll folgenden Zielen dienen:

  • • Förderung des ökonomischen und ökologischen Bewusstseins von Auszubildenden im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft,
  • • lebendige Vermittlung einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung,
  • • Veranschaulichung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, seiner Qualitäten, seiner energetischen und stofflichen Nutzung und seiner Einsatzmöglichkeiten u. a. zur Gebäudesanierung.

Das Holzinformationszentrum soll noch im Herbst 2009 eingeweiht werden.

 

Entwicklung und Erprobung von Lehrmaterialien zur Ausbildung von Holzbearbeitungsmechaniker/-innen

Im Rahmen einer Lernortkooperation von der August-Sander-Schule und der Produktionsschule Sägewerk Grunewald (GFBM e.V.) werden Holzbearbeitungsmechaniker/-innen ausgebildet.

Die Qualifizierung zielt ab auf die Erprobung neuer Ansätze der Methodik und Didaktik. Dazu werden neue handlungsorientierte Ausbildungsmaterialien und Curricula, die insbesondere die Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen, entwickelt und mit den Auszubildenden erprobt. An der Erarbeitung der Ausbildungsmaterialien werden Auszubildende aus dem Berufsfeld Holzwirtschaft und Medien berufsfeldübergreifend beteiligt.

Möbelpass

Ziel des Projekts der Baufachfrau Berlin e.V. ist es, einen Möbelpass zu erarbeiten, der neben den üblicherweise dargestellten Qualitätskriterien und ökonomischen Gesichtspunkten weitere Aspekte, wie Auswahl der Materialien und deren Herkunft, CO2-Bilanz, Energieverbrauch im Bearbeitungsprozess, Bearbeitungsverfahren und Produktgestaltung berücksichtigt.

Mit dem Möbelpass wird ein Leitfaden erstellt, der es ermöglicht, die Nachhaltigkeit eines Produktes zu erfassen und eine Bewertung vorzunehmen.

Die Projektpartner sind der EPIZ e.V. Berlin, die Marcel-Breuer Schule, die Berliner Forsten und die FH Eberswalde.

Der Weg des Holzes vom Wald in die Stadt

Die im Laufe der ersten Modellphase vom BUND Berlin e.V. entwickelten Wald- und Stadtführungen werden für die Zielgruppen Ausbilder/-innen, Berufsschullehrer/-innen und Multiplikatoren fachlich und methodisch aufgearbeitet und erprobt. Die Führungen zeigen die Bedeutung des Holzes in einer Großstadt wie Berlin sowie den "Wert" des Waldes in einer Stadt unter sozio-ökologischen Ansprüchen.

Dazu gehört vor allem auch die Integration von Merkmalen der nachhaltigen Nutzung und der globalen Verantwortung. Um diese Ansprüche auch gerade im städtischen Umfeld in die berufliche Bildung zu integrieren, werden dazu Hintergrund und Begleitmaterialien erarbeitet. Ziel ist es, künftig dieses Thema stärker in den Berufsschulunterricht zu integrieren.

Neben dem BUND Berlin e.V. engagieren sich in diesem Projekt das Holzinformationszentrum (GFBM e.V.) und der NABU.

Forstcamp I und II für Auszubildende

Zur Förderung kommunikativer und sozialer Kompetenzen von Auszubildenden aus der Forst- und Holzwirtschaft werden zwei Konzepte für Forstcamps erarbeitet und erprobt. Die Auszubildenden haben dort die Möglichkeit, das abstrakte Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung praxis- und lebensnah umzusetzen und so Teil ihrer Arbeits- und Lebenswelt werden zu lassen.

Für das Forstcamp I erarbeitet die Humboldt Universität Berlin gemeinsam mit der Ellen-Key Schule und den Berliner Forsten ein Konzept zu Berufsorientierung, um das gesamte Berufsspektrum in der Holz- und Forstwirtschaft praxisnah vorzustellen und erlebbar zumachen.

Im Forstcamp II steht das Thema "kulturhistorische und ökosoziale Holzverantwortung" in der Berufsausbildung von Tischler/-innen im Vordergrund. Das Konzept wird vom Bildungsverein Bautechnik und Berliner Forsten entwickelt.

Erarbeitung von Wald-Holz-Wertschöpfungsketten

Der GFBM e.V. wird gemeinsam mit Auszubildenden in der Produktionsschule Sägewerk Grunewald verschiedene Wertschöpfungsketten und Vorschläge zur didaktischen Aufbereitung entwickeln. Ziel ist es, die Komplexität von Wertschöpfungsketten zu verdeutlichen. Die Auszubildenden sollen sich als Teil dieser Prozesskette erfahren und sich die Zusammenhänge der einzelnen Glieder bewusst werden. Zusätzlich werden durch die Analyse der verschiedenen Lebenswege des Holzes alle relevanten Berufsfelder verortet.

Runder Tisch Berliner Wald und Holz

Bereits in der ersten Projektphase wurde der Runde Tisch Berliner Wald und Holz initiiert. Diese Austauschplattform für alle Beteiligten und Interessierte wird auch zukünftig innerhalb der Modellregion II genutzt.

Bewerten Sie diesen Artikel:
schlecht mangelhaft gut sehr gut

Suche und Teaser

SucheMitgliederbereich

 in

Wer macht was? Finden Sie Ihren richtigen Ansprechpartner in der Handwerkskammer.

SucheMitgliederbereich

Kontakt

Jost-Peter Kania
Dr.-Ing.
  +49 30 259 03 - 444  
  E-Mail senden

Jean Liebing
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH)
  +49 30 259 03 - 454  
  E-Mail senden

Zukunftstechnologien im Handwerk